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Kalifornien zurück über Milliardenmarke: Cannabis-Umsatz erholt sich langsam

Kaliforniens legaler Cannabis-Markt meldet für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 1,013 Milliarden Dollar und damit das zweite Quartal in Folge über der Milliardengrenze – ein vorsichtiges Erholungssignal für die Branche, die jedoch weiter unter Sch

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Kalifornien zurück über Milliardenmarke: Cannabis-Umsatz erholt sich langsam

Der regulierte Cannabis-Markt in Kalifornien sendet erste Stabilisierungssignale. Nach aktuellen Erhebungen des California Department of Tax and Fee Administration (CDTFA) beliefen sich die Einzelhandelsumsätze im zweiten Quartal 2026 auf 1,013 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem moderaten Plus gegenüber den 1,006 Milliarden Dollar, die im entsprechenden Vorjahreszeitraum erzielt wurden.

Auch im Vergleich zum ersten Quartal 2026 zeichnet sich eine Verbesserung ab: Damals lagen die Erlöse bei lediglich 963,9 Millionen Dollar. Der erneute Sprung über die Milliardenschwelle spricht dafür, dass sich der legale Markt im einwohnerstärksten US-Bundesstaat nach einer Phase schwächerer Quartale allmählich fängt.

Absatzzahlen und Steueraufkommen im Überblick

In den vier umsatzstärksten Warengruppen – Vape-Kartuschen, verpackte Achtel Unzen Blüten, mit Cannabis versetzte Pre-Rolls sowie Esswaren – wechselten insgesamt 39,1 Millionen Produkteinheiten den Besitzer. Das bedeutet einen leichten Zuwachs gegenüber den 38,5 Millionen Einheiten aus dem Vorjahreszeitraum, wie das kalifornische Department of Cannabis Control bekannt gab.

Aus diesen Verkäufen resultierten im zweiten Quartal 2026 rund 261,7 Millionen Dollar an staatlichen Umsatzsteuereinnahmen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 263,9 Millionen Dollar gewesen – ein geringfügiger Rückgang trotz gestiegener Absatzmengen.

Die Glanzzeit ist vorbei

Die erfolgreichste Phase des kalifornischen Cannabis-Marktes liegt indes einige Jahre zurück. Ihren bisherigen Höchstwert erreichten die vierteljährlichen Einzelhandelsumsätze im zweiten Quartal 2023 mit 1,138 Milliarden Dollar. Anschließend gingen die Erlöse im Verlauf von 2024 und Anfang 2025 beständig zurück, wobei mehrere Quartale unter der Milliardengrenze blieben.

Eine zwischenzeitlich wirksame Anhebung der Verbrauchsteuer, die zum 1. Juli 2025 in Kraft trat, könnte zu dieser Abwärtsentwicklung beigetragen haben. Allerdings verharrten die Umsätze auch nach der Rücknahme der Steuererhöhung zum 1. Oktober 2025 laut CDTFA weiterhin merklich unter dem Vorjahresniveau.

Milliardengeschäft mit Hindernissen

Seit dem Start des legalen Marktes im Januar 2018 hat Kalifornien kumulierte Einzelhandelsumsätze von über 16 Milliarden Dollar angehäuft. Damit bleibt der Bundesstaat gemessen am Umsatzvolumen der größte regulierte Cannabis-Markt der USA.

Das zweite Quartal 2026 ist bereits das zweite Vierteljahr in Folge oberhalb der Milliardenschwelle – ein ermutigendes Zeichen für die Industrie. Dennoch kämpfen lizenzierte Cannabis-Geschäfte weiterhin mit der unverminderten Konkurrenz durch den Schwarzmarkt. Aufsichtsbehörden und Branchenvertreter bezeichnen den illegalen Handel seit Jahren als wesentliches Hemmnis für die Entwicklung des legalen Einzelhandels.

Für Anlegerinnen und Anleger aus Deutschland, die auf Cannabis-Aktien setzen, bleibt der kalifornische Markt ein zentraler Gradmesser für die globale Branchenentwicklung. Die jüngsten Daten verdeutlichen, dass selbst der weltweit größte legale Markt mit strukturellen Problemen wie Steuerlast und illegaler Konkurrenz ringt.

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