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US-Kongress bringt Schutzgesetz für Cannabis-Versicherungen auf den Weg

Die US-Kongressabgeordneten Velázquez und Davidson haben einen Gesetzentwurf eingebracht, der Versicherer bei der Deckung von Cannabis-Unternehmen schützen soll – ein wichtiger Schritt für die Branche, die unter fehlendem Zugang zu Finanzdienstleistungen

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US-Kongress bringt Schutzgesetz für Cannabis-Versicherungen auf den Weg

Die US-Kongressabgeordneten Nydia Velázquez (Demokratin, New York) und Warren Davidson (Republikaner, Ohio) haben einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, der Versicherungskonzerne davor bewahren soll, Nachteile zu erleiden, wenn sie Cannabis-Unternehmen versichern. Die Initiative reiht sich ein in eine Vielzahl von Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene, die den wachsenden politischen Rückenwind für die Marihuana-Branche in den USA verdeutlichen.

Der Entwurf nimmt ein fundamentales Hindernis für die legale Cannabis-Wirtschaft ins Visier: Der mangelnde Zugang zu Versicherungs- und Finanzdienstleistungen erschwert zahlreichen Firmen den Geschäftsbetrieb erheblich. Obwohl Marihuana in vielen US-Bundesstaaten legalisiert worden ist, gilt es auf Bundesebene weiterhin als illegal, was für Dienstleister enorme rechtliche Unsicherheiten mit sich bringt.

Rückendeckung von Veteranen und neue Studienergebnisse

Die American Legion, die über 1,2 Millionen Mitglieder aus dem Veteranenbereich des Militärs vertritt, hat ihre Zustimmung zu einem weiteren Gesetzesvorhaben im Kongress bekundet. Dieses strebt an, die Erforschung der therapeutischen Einsatzmöglichkeiten von Psychedelika voranzutreiben. Vorgesehen ist die Einrichtung einer neuen Behörde innerhalb des Veteranenministeriums, die sich schwerpunktmäßig diesem Thema widmen soll.

Eine aktuelle Auswertung von rund 18.000 Reddit-Beiträgen durch den Datenwissenschaftler und Public-Health-Forscher Sunehera Hasib ergab, dass "die weniger bekannten Cannabinoide, die auf dem Massenmarkt weitgehend unbeachtet bleiben, häufig genau jene Substanzen sind, die Patienten wiederholt als nützlich beschreiben." Die Erkenntnisse verdeutlichen das zunehmende Interesse an Cannabinoiden abseits von THC und CBD.

Umfrage signalisiert breite Zustimmung in North Carolina

Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass die erwachsene Bevölkerung in North Carolina eine Legalisierung von Marihuana sowohl für den Freizeit- als auch für den medizinischen Gebrauch befürwortet. Eine klare Mehrheit der Teilnehmer spricht sich zudem dafür aus, dass Hanf-THC-Limonaden und Gummibärchen weiterhin legal bleiben sollen – allerdings mit neuen Altersbeschränkungen. Dies weist auf eine Entwicklung hin zu regulierten Märkten mit verbindlichen Konsumvorschriften hin.

Entwicklungen in der Bundespolitik

Präsident Donald Trump hat die jährliche Auflistung bedeutender Drogentransitländer beziehungsweise Staaten mit umfangreicher illegaler Drogenproduktion veröffentlicht. Zeitgleich gab das Büro für nationale Drogenkontrollpolitik des Weißen Hauses eine Warnung zu Drogengefahren heraus, die sich auf die wachsende Verbreitung und gestiegene Potenz von Fentanyl-Abkömmlingen wie Carfentanil, Fluorofentanyl und Methylfentanyl bezieht.

Senatorin Catherine Cortez Masto (Demokratin, Nevada) äußerte sich auf Twitter zum SAFE Banking Act: "Der SAFE Banking Act hat das Ziel, legalen Cannabis-Unternehmen den Zugang zu Bank- und anderen Finanzdienstleistungen zu erleichtern, die ihnen helfen werden, ihre Angestellten und Kunden zu schützen. Dieses Gesetz ist von großer Bedeutung für kleine Unternehmen in Nevada, und ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, bis wir es verabschiedet haben."

Geschehnisse auf Ebene der Bundesstaaten

Auf Länderebene gab es zahlreiche Veränderungen: Delawares Gouverneur Matt Meyer (Demokrat) unterzeichnete ein Gesetz zur Umbenennung der Division of Alcohol and Tobacco Enforcement in Division of Alcohol, Tobacco, and Marijuana Enforcement. In Florida gab der unabhängige Gouverneurskandidat Frank Russo bekannt, dass er als registrierter medizinischer Cannabis-Patient geführt wird, und erörterte die breite öffentliche Unterstützung für eine Freizeit-Legalisierung von Marihuana.

Ein neu gewähltes Mitglied der Versammlung von New Jersey hat einen Gesetzesvorschlag eingebracht, der den Konsum von Cannabis und Psilocybin durch Minderjährige unterbinden soll. Die Behörden in Missouri kündigten einen Rückruf von Marihuana-Produkten an, die den Test auf Aspergillus nicht bestanden hatten. Massachusetts leitete eine Überarbeitung der Marihuana-Vorschriften ein, während Alaska Änderungen der Fristen für Stellungnahmen von Cannabis-Unternehmen nach festgestellten Verstößen vorschlägt.

Michigan verhängte Strafen gegen ein Cannabis-Unternehmen aufgrund mutmaßlicher Regelverstöße. Virginia begrüßte die Eröffnung der ersten medizinischen Cannabis-Apotheke in einem Landesteil. Kalifornien versandte aktualisierte Informationen zu verschiedenen Cannabis-bezogenen Themen.

Internationale und wissenschaftliche Entwicklungen

International sorgte der frühere philippinische Präsident Rodrigo Duterte für Aufsehen, der erstmals vor einer Kammer des Internationalen Strafgerichtshofs erschien. Er ist dort wegen Anschuldigungen im Kontext des blutigen "Kriegs gegen Drogen" seines Landes angeklagt.

Im wissenschaftlichen Bereich zeigte eine Untersuchung, dass CBG "Verhaltensänderungen verhindert, die durch psychotomimetische Substanzen ausgelöst werden." Eine weitere Studie ergab, dass "Psilocybin chemotherapiebedingte periphere Neuropathie durch den Erhalt der mitochondrialen Transportwege verhindert."

Unternehmensnachrichten

Im Unternehmenssektor sorgte Curaleaf für Schlagzeilen: Anwälte des Konzerns sollen einem Journalisten 32 Seiten mit Forderungen bezüglich seiner Berichterstattung übermittelt haben. Diese beinhalteten die Neuformulierung von Artikeln, die Löschung von Tweets und die Preisgabe seiner Leserschaft im Vereinigten Königreich. Ein ehemaliger Führungskraft von Ascend Wellness Holdings Inc. verklagt das Unternehmen wegen angeblichen Vertragsbruchs. Cresco Labs Inc. hat ein neues Vorstandsmitglied berufen.

Die American Trade Association for Cannabis and Hemp betreibt derweil Lobbyarbeit bei Abgeordneten, um eine bundesweite erneute Kriminalisierung von Hanf-THC-Produkten zu verhindern.

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